Straßenkinder von Sankt Petersburg
Als der Bielefelder Fotograf Christoph Püschner 1991 zum ersten Mal nach Sankt Petersburg kam, war er schockiert über das Elend, in dem damals schon mehrere tausend Kinder auf den Straßen vegetierten. Ihr Schicksal fand Beachtung – mehrere Hilfsorganisationen, darunter auch Deutsche, stellten personal und Geld zur Verfügung. Jetzt kehrte Püschner mit einem Reporter vom Zeitmagazin zurück in die russische Fünfmillionenmetropole. Ihr Fazit: Angesichts der Dimension des Problems wirken alle Rettungsversuche wie Verzweifelungsmaßnahmen. Einem kleinen Teil der Petersburger Straßenkinder kann geholfen werden, die Masse blickt nach wie vor in eine düstere Zukunft.
Veröffentlichung ZEITmagazin im Mai 1996. Text Rainer Schmidt